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Preisverleihung - Förderpreis 2017

Gewinner Foto: Sascha Kopp

(von links) Vordere Reihe: die prämierten Jungjournalisten: Constantin Lummitsch (Darmstädter Echo), Andreas Egenolf (Rhein-Zeitung), Nina Kugler (Rhein-Zeitung), Jurymitglied Prof. Axel Buchholz, Preisträger Tobias Fuchs (Saarbrücker Zeitung); 2. Reihe: Peter Stefan Herbst (Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung/ Juror), Dr. Joachim Meinhold, Vorsitzender VZV, Prof. Volker Wolff (Juror)

Der Verband der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland hat am 19. April 2018 im Anschluss an die Jahrestagung auf Burg Schwarzenstein, Geisenheim-Johannisberg, den mit insgesamt 10.000 € dotierten Förderpreis 2017 verliehen. Professor Axel Buchholz hat die Laudatio gehalten. Der Preis geht zu gleichen Teilen an die vier Nachwuchsjournalisten:

Andreas Egenolf (Rhein-Zeitung) hat mit der Serie „Wie betrifft’s mich?“ guten Service und Orientierung im Vorfeld der Bundestagswahl geliefert. Zu wichtigen lokalen Wahlkampfthemen hat er die Positionen der Bundestagskandidaten in der „Rhein-Zeitung“ in attraktiver Form aufbereitet und eingeordnet. Die Inhalte sind relevant, die Probleme werden konkret beschrieben, die Aufbereitung ist vorbildlich.

Tobias Fuchs (Saarbrücker Zeitung) hat mit der 15-teiligen Serie „Saarländer im Profifußball“ in der „Saarbrücker Zeitung“ eine sehr aufwendige Serie vorgelegt, für die er erkennbar viel und gut recherchiert hat. Der verwendete Fußballjargon ist Schwäche und Stärke zugleich. Trotz großer Nähe zu Thema und Akteuren bewahrt der Autor aber die erforderliche Distanz und den kritischen Blick. Die Beiträge zeigen, warum für große Talente das Saarland zu klein ist. Die optische Aufbereitung, wo die Profi-Fußballer ihre Karriere begründeten, geht bis in kleinste Orte des Verbreitungsgebietes. Das Gesamtpaket ist preiswürdig.

Nina Kugler (Rhein-Zeitung) hat mit der Serie „EU vor Ort“ in der „Rhein-Zeitung“ eine sehr gute Idee umgesetzt. Herausragend ist die Doppelseite zu den von den von der EU geförderten Projekten in Rheinland-Pfalz. Hier wird ein wichtiges Thema verständlich und konkret aufbereitet. Regionalisierung und erklärende Hintergrundinformationen sind vorbildlich. Hier wird die EU nachvollziehbar und die Verwendung von Fördermitteln im unmittelbaren Lebensumfeld in preiswürdiger Form dargestellt.

Constantin Lummitsch (Darmstädter Echo/ VRM) beschäftigt sich im Beitrag „Verdrängte Geschichte“ mit fast vergessenem Unrecht rund um ein KZ-Außenlager in Heppenheim, an das offenbar viele nicht mehr erinnern und nicht mehr erinnert werden wollen. Es ist ein relevantes Thema und eine engagierte Recherche. In einem Kommentar bezieht der Autor klar Position. Es handelt sich um ein starkes Stück Lokaljournalismus. Der Beitrag ist herausragend und preiswürdig.