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Preisverleihung - Förderpreis 2012

gewinner Foto: Sascha Kopp/Bildredakteur

von links: Jury-Mitglied Prof. Volker Wolff, Uni Mainz, Vorstandsmitglieder
Dr. Thomas Rochel, Hans Georg Schnücker, Dr. Joachim Meinhold
Preisträger: Stefanie Helsper, Anna Lampert, Nadja Baran, Nina Schellhas, Jonas Wissner


Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Förderpreis des Verbandes der Zeitungsverleger in Rheinland-Pfalz und Saarland wurde am 18. April 2013 im Rahmen einer Feierstunde anlässlich der Mitgliederversammlung des VZV Landesverbandes im Mainzer Hyatt-Hotel verliehen. Er geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen á 2.000 Euro an fünf Jungjournalisten: Nadja Baran (Allgemeine Zeitung/Verlagsgruppe Rhein-Main GmbH), Stefanie Helsper und Anna Lampert (Rhein-Zeitung/Mittelrhein Verlag GmbH), Nina Schellhas (Rheinpfalz am Sonntag) und Jonas Wissner (Saarbrücker Zeitung).

Nadja Baran erhielt den Preis für ihren von zwei Online-Videos flankierten Beitrag "Ich will wieder eine gute Mutter sein", eine ungewöhnliche Geschichte, die vom Kampf einer jungen Frau gegen ihre Drogensucht und die Rückkehr in ein normales Leben mit ihrem Sohn erzählt. Jurymitglied Prof. Volker Wolff vom Journalistischen Seminar der Mainzer Universität lobte Barans gut geschriebene Reportage, die durch Interviews und Fakten ergänzt werde, die den Lesern die Einordnung des Einzelschicksals erleichterten. Bemerkenswert seien aber auch die von der Autorin gedrehten Videos, deren Qualität weit über der liege, die von Regionalzeitungen in der Regel angeboten werden. "Diese crossmediale Verknüpfung", sagte Wolff, "ist vorbildlich und beispielgebend".

Stefanie Helsper beeindruckte die Jury mit einer Palliativstation-Reportage, die das anspruchsvolle Thema Tod und Sterben realistisch beschreibe und ohne platte Rührseligkeit ein optimistisches Ende finde. Anna Lampert, die bereits im vergangenen Jahr einen Förderpreis erhielt, überzeugte durch einen breit angelegten, ausgewogenen Beitrag über Fluglärm geschädigte Familien. Nina Schellhas knöpfte sich in frischer jugendlicher Sprache den grassierenden Vampirkult vor. Die sehr gute Schreibe sei vorbildlich, urteilte die Jury, die auch vom Text des Volontärs der Saarbrücker Zeitung beeindruckt war. Jonas Wissner habe in seinem Stück "Wenn der Muezin seine Stimme erhebt" über das Innenleben einer Moschee ein für viele unbekanntes Umfeld detailreich, informativ und hintergründig beschrieben.